Mal ehrlich: Wer von uns war nicht schon einmal fasziniert von einem morally grey (also moralisch grauen) Charakter?
Beliebte Figuren wie Damon Salvatore aus The Vampire Diaries zeigen, dass diese Faszination nicht zufällig ist. Wir wissen, dass sie Fehler machen, dass sie Grenzen überschreiten und trotzdem (oder gerade deswegen) lieben wir sie.
Aber warum eigentlich? Worin liegt der Reiz von solchen Figuren?
Hier sind 3 Gründe, warum wir morally grey Charaktere so spannend finden.
1. Unberechenbar durch Widersprüche
Charaktere mit Widersprüchen sind automatisch interessant. Sie sind weder völlig gut noch ganz böse und genau das macht sie so faszinierend. Ein „guter“ Charakter tut das Richtige, ein „böser“ Charakter das Falsche. Ein morally grey Charakter dagegen ist unberechenbar, vergleichbar mit einer leicht defekten Glühbirne. Mal springt sie an und leuchtet hell, mal flackert sie und mal will sie gar nicht angehen und bleibt dunkel. Bei Charakteren wie Damon Salvatore weiß man nie, ob er jemanden rettet oder aus Impulsivität umbringt.
2. Wir erkennen uns in ihnen wieder
Perfekte Helden sind ja schön und gut, aber mal ehrlich: Wer von uns ist schon perfekt und welcher morally grey Charakter ist es? Keiner. Wir sind alle komplizierter als gut und böse, schwarz und weiß. Morally grey Charaktere erinnern uns daran, dass niemand immer die richtige Entscheidung trifft und genau deshalb fühlen wir uns mit ihnen eher verbunden. Figuren wie Damon Salvatore zeigen uns durch ihre Fehler, dass Menschlichkeit nicht in Perfektion liegt, sondern in eben diesen Fehlern, Emotionen und Widersprüchen.
3. Nachvollziehbare Backroundstory
Damon hat eine Backroundstory voller Narben und gerade diese Narben haben ihm zu der Person geformt, die er heute ist. Wenn wir das Handeln eines Charakters verstehen können, in dem wir zum Beispiel seine Backroundstory und seine Entwicklung erfahren und diese nachvollziehbar gemacht ist, dann neigen wir dazu, mit ihm zu sympathisieren. Ein weiteres populäres Beispiel dafür, dass Empathie zum morally grey Charakter aufbauen funktioniert, ist Klaus Mikealson. In Vampire Diaries wurde er gehasst. In Originals hingegen geliebt. Wieso? Weil er nicht mehr grundlos mies war. Das Publikum kannte mehr von seiner Backroundstory und konnte besser nachvollziehen wie er zu dem großen Bad-Vampire wurde. Es gab in der Serie sogar eine Unterhaltung zwischen den Beiden, in der Klaus Damon fragte, wieso ihm immer verziehen wird, obwohl er furchbare Dinge tut und Damon antwortete, weil er gute Gründe hat, diese zu tun und nicht einfach so scheiße ist. (Diese Unterhaltung hat auch diesen Artikel inspiriert übrigens:))
Fazit
Am Ende gibt es viele Gründe, wieso wir Charaktere wie Damon Salvatore liegen. Sein Humor zählt sicher auch dazu:) Vor Allem aber sind es die genannten Punkte. Charaktere wie er fühlen sich nicht nur unvorhersehbar an, sondern auch echt. Nicht wie ein unerreichbares Ideal, sondern menschlich und deshalb lieben wir sie.
Übrigens: Auch mein kommendes Buch erzählt von einem morally grey Charakter inspiriert von Damon Salvatore und Klaus Mikealson. Unberechenbar, mit sarkastischen Humor wie Damon Salvatore und narbenbehafteter Backroundstory ähnlich wie Klaus Mikealson.
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